Luigi Lunari ist in Mailand zu Hause. Er promoviert in Jura und studiert später Komposition und Orchesterleitung, er ist auch als Friedensrichter tätig.

Als Universitätsdozent, Essayist und Kritiker beschäftigt er sich aktiv mit dem Theater in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Von 1961 bis 1982 arbeitet er mit Grassi und Strehler am „Piccolo Teatro“, und aufgrund der Erinnerung an diese Zeit entsteht 1991 der Theaterroman „Il maestro e gli altri“ (Der Meister und die anderen). Außerdem ist Luigi Lunari umfassend als Übersetzer des Gesamtwerkes von Molière und als Herausgeber des Werkes von Goldoni im Verlag Rizzoli und als Essayist mit Arbeiten über Goldoni, Molière und
 

Brecht tätig. Als Autor von bemerkenswerter Vielseitigkeit verfasst er erfolgreiche Drehbücher zu Fernsehfilmen („Dedicato a un bambino“ / „Accadde a Lisbona“ / „Le cinque giornate di Milano“) und einer Reihe von sozialkritischen Komödien und politischen Satiren, die vornehmlich im gesellschaftlichen Milieu Italiens angesiedelt sind:

Von „Tarantella con un piede solo
bis hin zu „Non so, non ho visto, se c'ero dormivo“, von „I contrattempi
del tenente Calley
“ bis hin zu „L'incidente“, „Il senatore Fox“  (Senator Fox), „Sogni proibiti di una fanciulla in fiore“  (Mädchen Rosen Blüten Träume), „Nel nome del padre“ (Im Namen des Vaters), „Tre sull'altalena“ (Drei auf der Schaukel).